Aus der Hüfte geschossen:
- Themen können von jedem vorgeschlagen werden, solange sie sich für eine Debatte mit 2-4 verschiedenen Standpunkten eignen
- Eine Woche vor dem Debattiertag werden die Themen gesichtet und die brauchbaren zur Abstimmung freigegegben (da niemand weiß, wann und für welchen Standpunkt er dran kommt, werden wohl die interessantesten Themen für alle herauskommen, oder sieht jemand Fairnessprobleme?)
- Die ersten 20 Themen werden 24 stunden später an die Teilnehmer weitergereicht. Es bleiben 6 Tage Zeit, zu recherchieren.
- kein Teilnehmer weiß, zu welchem Thema und zu welchem Standpunkt er debattieren wird, das Konzept soll aber darauf ausgelegt sein, möglichst viele Teilnehmer zu involvieren
- Die Teilnehmer des Debattier-Contests sollten natürlich in allen Themen fit sein
Eine DebatteRunde besteht aus 2 bis 4 Aktiven, mind. 4 Jurymitgliedern, plus 4 (spontan bestimmen, vorher festlegen, Rotation? Los?) Passiven (Zuschauer, die den Aktiven eine direkte Frage stellen).
Das Thema wird [kurzer Zeitraum] vor Start durch Los entschieden, ebenso die Standpunkte.
Jeder Teilnehmer erhält 2 Minuten Redezeit, um seinen Standpunkt darzulegen.
Es folgt eine Fragerunde durch die Jurymitglieder und eine durch die "Zuschauer", also nicht-aktiven Teilnehmer.
Evtl noch eine abschließende Rederunde, oder eine Kreuzfeuerrunde, das ist vielleicht auch davon abhängig, was das Thema im Zweifelsfall hergibt.
Die Aktiven erhalten Punkte von Jury und Zuschauern, die Passiven bewerten die Fragen der Jury und umgekehrt. Der Unterhaltungswert, die Spannung und der Schwierigkeitsgrad einer Debatte hängt meiner Meinung nach maßgeblich von der Qualität der Fragen von Passiven und Jury und damit natürlich auch direkt von deren Vorbereitung ab. Gute Fragen wiederum führen zu hohen Bewertungen durch die Teilnehmer.
Für das Finale könnte als zusätzliche Schwierigkeit ein unbekanntes Thema gewählt werden.
Warum du mitmachen solltest? (Spaß, Leute treffen, versteht sich von selbst)
- im Zuge der Vorbereitung könnten die Teilnehmer sich über ihre Methoden austauschen, evtl Spezialisten auf verschiedenen Gebieten per Podcast anhören, Sprechtechniken, Argumentation, Recherche, Kurzreferate aus dem Stegreif halten, Körpersprache etc. etc. etc.
- Falls für niemanden etwas dagegen spricht, könnte man die Debatten aufzeichnen - vor allem Leute, die eher selten Präsentationen halten müssen, dann aber sehr aufgeregt sind, könnten hier ein Training unter ähnlich "ernsten" Bedingungen bekommen und sich dann selbst analysieren.
- Austausch mit anderen Teilnehmern stärkt eigene Skills.
- Themenbereiche erfordern eventuell die Beschäftigung mit völlig Unbekanntem, zusätzliche Spannung entsteht durch die Ungewissheit, welchen Standpunkt man am Ende vertreten muss. Als Botschafter von Nestlé pro Orang-Utan-Twix zu diskutieren, ohne mit Bananen beworfen zu werden, kann außerdem vielleicht ganz reizvoll sein.
- Durch den Pool an Infos, die von den Teilnehemern gesammelt und eingebracht werden, durch die verschiedenen Themen und gewollt relativ kurzen Vorbereitungsphasen wird ein gewisser realistischer Druck aufgebaut, zudem bleibt bis zum Schluss spannend, welche Richtungen eine Debatte nehmen kann.
Die Möglichkeiten sind endlos, aus dieser in erster Linie sicher auch extrem unterhaltsamen und kurzweiligen Aktion spielend auch noch etwas für Beruf oder Familienleben mitzunehmen.